An dieser Stelle veröffentlichen wir verschiedene Kolumnen welche jeweils im WOSPI, der grössten Wochenzeitung des Zürcher Unterlandes, erscheinen.
Von Vorsätzen und Zielen zum Jahreswechsel 2009
Die begrenzte Lebensdauer von guten Vorsätzen zum Jahreswechsel ist allseits bestens bekannt. Schon bald nach Silvester bröckelt es und der alte Adam zieht wieder sein Gewand an. Und doch gelingt es dem einen und anderen, persönliche Ziele zu erreichen, von denen er im Rückblick nicht zu träumen gewagt hätte. Beim näheren Hinsehen stellt sich dann heraus, dass es sich um Ziele handelte, die mit viel Herzblutt angegangen wurden. Ziele mit hundertprozentiger Überzeugung. Ziele, die konkret und präzise formuliert wurden, weit weg von „ich würde gern einmal...“.
An dieser Stelle eine kleine Anleitung, die Ihnen hilft, Ziele zu erreichen:
Sammeln Sie als Erstes alles, wonach Sie streben und listen Sie Ihre Wünsche auf einem Blatt Papier auf.
In einem zweiten Schritt suchen Sie nach den wertvollsten Zielen, für die Sie sich richtig ins Zeug legen wollen. Denken Sie bei der Auswahl an eine grosse Waldsäge, an eine mit richtig grossen und scharfen Zacken, an eine, die grobe Späne wirft. Denn genau auf diese Sägezähne kommt es an. Einen Baum in einer kurzen Frist zu fällen, oder in unserem Fall, ein Ziel zu erreichen, dazu brauchen Sie eine Säge mit wenigen, dafür jedoch mit groben Zacken. Man nennt das auch EKS (Engpass konzentrierte Strategie). Eine gute Planungshilfe bietet Ihnen das Hörbuch „Zukunft gestalten, Ziele erreichen“ von Werner Bayer und Christoph Beck des HelfRecht-Unternehmerzentrums in Bad Alexandersbad, Deutschland.
Als Drittens formulieren Sie diese Ziele unter Anwendung der Tripple-P:Positiv, Präzise und in Präsens.
Positiv: Denken Sie daran: Beachtung bringt Verstärkung – nicht Beachtung bringt Befreiung. Dieser fundamentale „Lehrsatz der Menschenlehre“ stammt von Nikolaus B. Enkelmann, deutschlands bekanntester Motivationstrainer. Vermeiden Sie in Ihrer Zielformulierung auch einschränkende Worte wie „unmöglich, nicht, nein“ und andere limitierende Äusserungen. Darüber habe ich ja bereits im November in den Carefront-News berichtet. Sicher erinnern Sie sich noch an den Beitrag über Emile Coué.
Präzise: Nur wenn Ihre Ziele präzise und klar formuliert sind, werden diese messbar und auch kontrollierbar. Spielen Sie nicht nur mit dem Ball – schiessen Sie ein Goal!
Präsens: „Es war einmal…“ gehört ins Reich der Märchen. Sprechen Sie von Ihren Zielen wie wenn diese heute schon Wirklichkeit sind. Damit stärken Sie Ihr Unterbewusstsein und machen hinter sich die Türe zu. Das heisst, Sie können gar nicht mehr anders, als Ihre Ziele erreichen. Einen psychologischen Trick übrigens, den schon 827 n. Chr. die arabischen Sarazenen anwendeten, als sie ihre Schiffe verbrannten um entschlossen, die Stadt Gortyn an der Südküste Kretas zu erobern.
Und jetzt ist es so, wie es sein sollte. Sie kennen Ihre Ziele, haben diese auf der „Schatzinselkarte“ fixiert und brauchen sich nur noch auf die Navigation einzustellen.
Autopilot? Ja doch, sicher. Machen Sie Ihre Ziele zum Beispiel mit einem Subliminal fest. Das sind Botschaften, die direkt, jedoch ohne Ihr Bewusstsein, ins Unterbewusstsein dringen und so Ihr Herz zum Kompass Ihres Lebens machen.
Oder machen Sie es wie in der Katzen-Philosophie-Schule: Sie wissen ja, das Glück der Katze liegt im Schwanz verborgen. Immer, wenn Sie etwas gerne machen, folgt Ihnen das Glück auf Schritt und Tritt nach.
Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2009 allen Mut zu grossen Zielen, damit Sie soviel Erfolg verursachen, wie Sie denken und glauben können. … und damit können Sie jeden Augenblick beginnen.